INSPO wird An-Institut der Fachhochschule für Sport und Management Potsdam

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Am 17.11.2015 luden der Landessportbund Brandenburg, die Europäische Sportakademie Land Brandenburg, die Fachhochschule für Sport und Management Potsdam und das Institut für kommunale Sportententwicklungsplanung (INSPO) zum gemeinsamen Symposium „Herausforderungen der kommunalen Sportentwicklungsplanung im Land Brandenburg“. Zur Veranstaltung im Kongresshotel am Templiner See in Potsdam mit Fachvorträgen und Workshops kamen Gäste aus 6 Bundesländern, über 24 Kommunen, Vereine aus Brandenburg und Deutschland, aus Kreisen und kreisfreien Städten sowie aus dem Nachbarland Polen „Das ist für uns eine sehr interessante und gut organisierte Veranstaltung“, äußerte sich der Bürgermeister der Stadt Babimost, Bernard Radny, aus der Wojewodschaft Lebuser Land. Besonders beeindruckte Radny, wie mit wissenschaftlichen Erkenntnissen Sport, Gesundheit und die Sportstättenplanung hier in Brandenburg und in Deutschland vorangetrieben würden.

Zuvor hatte der Präsident des Landessportbundes Brandenburg und Präsident der Fachhochschule für Sport und Management, Wolfgang Neubert, dem Institut für kommunale Sportentwicklungsplanung mit einer Urkunde den Status als An-Institut der ESAB-Fachhochschule verliehen. „Es ist mir eine besondere Freude, das zu tun“, sagte Neubert und überreichte dem INSPO-Leiter, Professor Jürgen Rode, das Ernennungsdokument. Neubert selbst betonte, dass die im Symposium erörterte enge Kooperation von Sport, Kommunen und Land bei der inhaltlichen Ausgestaltung einer zukunftsorientierten Sportentwicklungsplanung weiter auf- und auch ausgebaut werden solle.

Im Symposium erörterten die Teilnehmer und Referenten aus den Kommunalverwaltungen, Vereinen, Verbänden, Stadt- und Kreissportbünden in einer vielfältigen Diskussion perspektivisch Fragen zur Veränderung der Sportnachfrage in der Bevölkerung, zu Vereinsentwicklungen, zum demografischen Wandel und zum Sportstättenbedarf. Angebot und Nachfrage nach kommunalen Sportstätten seien, erläuterte Professor Horst Hübner von der Bergischen Universität Wuppertal, in ständiger Veränderung, so dass der Sport in den kommenden Jahren und Jahrzehnten tief in die kommunale Entwicklungsplanung eingreife. Das müsse berücksichtigt werden bei kommenden Sanierungen, Modernisierungen oder dem Neubau von Sportstätten. Dazu gehöre auch, dass man stärker berücksichtige, dass im Alter die Nachfrage nach sportlichen Aktivitäten steige.

So betonte auch Professor Rode in seinem Vortrag, dass Stadtentwicklung in die Sportplanung mit einbezogen werde müsse. Nur so könne der Sportstätteninfrastruktur und der Veränderung der Vereinsstruktur Rechnung getragen werden. Ein Fazit der Veranstaltung lautete somit: Je weniger Vorgaben es gebe, desto mehr Raum und breitere Möglichkeiten des Sportreibens werde den Interessenten eingeräumt.

In den Workshops diskutierten die Teilnehmer ihre Erfahrungen mit kommunaler Sportentwicklungsplanung, zu zukunftsorientierten Sportvereinsentwicklungen und Sportstätten, über bewegungsfreundliche Wohnumfelder oder konkrete Qualitätsentwicklungen in den Kindertagesstätten. Hier stellte Professor Jürgen Rode das neue Gütesiegel für Bewegungskitas vor. So könnten bewegungsorientierte Kindertagesstätten jetzt auch in Brandenburg wie überall im Bundesgebiet ab sofort zertifiziert werden.

„Es ist ein sehr interessantes Symposium, besonders die Ansätze der Vernetzung von Stadt- und Sportentwicklungen wie sie Professor Jürgen Rode vorgetragen hat“, äußerte sich Michael Grunwaldt vom RSV Eintracht 1949 aus Stahnsdorf zur Potsdamer Veranstaltung.

Olaf Bechert von der Regionalen Entwicklungsgesellschaft Oberhavel Nord zog ein positives Fazit für sich: „Es ist wichtig, dass so eine Veranstaltung stattfindet. Denn hier werden ja die drängenden Fragen gestellt: Was wird den Regionen jetzt an Sportentwicklungsplanung empfohlen?“ Stefan Henn vom Institut für Sportstättenentwicklung Trier nimmt viel aus dem Symposium mit: „Hier entstehen sehr interessante Kontakte, die wir ausbauen wollen. Zudem können wir uns hier über Erfahrungen austauschen und mitnehmen. Auch, wie wir Kommunen und Vereine bestmöglich beraten.“

Manfred Wothe, Geschäftsführer der ESAB, zeigte sich sehr zufrieden mit der Veranstaltung: „Wir haben mit dem Symposium ein Podium geschaffen, auf dem ganz unterschiedliche Erfahrungen diskutiert werden konnten. Besonders freue ich mich, dass wir dabei auch grenzüberschreitend unsere polnischen Nachbarn einbeziehen konnten und wir uns gegenseitig mit Erfahrungen ergänzen. Die Veranstaltung war sowohl inhaltlich, organisatorisch und strategisch wichtig für die Sportentwicklung in unserem Land Brandenburg“.