Empfehlung des Sportentwicklungsplans für Schweinfurt: Planung für neue Stadthalle forcieren

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Die Konversion der ehemaligen us-amerikanischen Kasernen und Wohngebiete ist ein großes Thema der Stadtentwicklung – überall brummt’s, hämmert’s und baggert’s, vor allem in den Ledward-Kasernen entlang der Niederwerrner Straße. Im Osten Richtung Theodor-Fischer-Platz entsteht der i-Campus der Fachhochschule, in der Mitte die Carus-Allee, im Nordwesten soll 2026 die Landesgartenschau erblühen. Im Südwesten ist im Moment noch das unterfränkische Ankerzentrum des Freistaates Bayern für Flüchtlinge. Dieses wird aber im Juli 2019 geschlossen und zieht in die Conn-Barracks nach Geldersheim.

Wie geht’s dann weiter in diesem Teil der Ledward-Kasernen. Die SPD-Fraktion kann sich hier, gegenüber des Volksfestplatzes und des Willy-Sachs-Stadions, sehr gut eine neue Stadthalle vorstellen, zumal das auch so im Stadtentwicklungsplan vorgesehen ist. Um das Projekt voranzutreiben, stellt SPD-Stadtrat Joachim Schmidl zu den Haushaltsberatungen ab nächster Woche den Antrag, 200 000 Euro für Planungskosten einzustellen, um möglichst zeitnah nach dem Auszug des Ankerzentrums Klarheit zu bekommen.

Empfehlung des Sportentwicklungsplanes

Dass die alte Stadthalle nahe der Körner-Grundschule nicht nur in die Jahre gekommen ist, sondern aus verschiedenen Gründen zu teuer zu sanieren ist, ist altbekannt. Die neue Stadthalle sollte aus Schmidls Sicht multifunktional sein, als Sportstätte sowie als Veranstaltungs- und Messehalle genutzt werden können. In den Handlungsempfehlungen der integrierten Sportentwicklungsplanung für Schweinfurt steht eine derartige Halle mit 1000 bis 3500 Zuschauerplätzen in der Tat als Empfehlung.

Es sollte ein Gebäude sein, das sowohl für Events, als auch für Sportveranstaltungen und die Durchführung des Schulsports genutzt werden kann – also mindestens Dreifachturnhallen-Größe haben sollte. Schmidl zitiert auch das Ergebnis der Bevölkerungs-Befragung im Sportentwicklungsplan, wonach 76 Prozent für eine solche Mehrzweckhalle seien.

Die 200 000 Euro Planungskosten sind aus SPD-Sicht notwendig, um sofort nach Beendigung des Mietverhältnisses für das Ankerzentrum mit der Planung der neuen Stadthalle beginnen zu können. Neben der Planung für eine neue Stadthalle sei auch die Erstellung eines Betreiberkonzepts erforderlich, um einen wirtschaftlichen Betrieb zu gewährleisten. Sollte die Verwaltung den genannten Betrag für zu niedrig halten, sollte er im Rahmen der Haushaltsberatungen entsprechend erhöht werden.

 

Mainpost vom 05.11.2018, Oliver Schikora

Quelle/ URL: https://www.mainpost.de/regional/schweinfurt/Planung-fuer-neue-Stadthalle-forcieren;art742,10099967