Sportentwicklungsplanung Erfurt 2030 nimmt Fahrt auf – Umfangreiche Bestandsaufnahmen kommunaler Sportstätten beginnen am 6. Juli

In welche Richtung soll sich der Sport in der Landeshauptstadt Erfurt entwickeln? Wo gibt es aus Sicht der sportbegeisterten Bürgerinnen und Bürger zukünftig Verbesserungspotentiale? Welche Handlungsbedarfe und Entwicklungsmöglichkeiten haben die Erfurter Sportvereine? Wie ist es um die städtische Sportinfrastruktur bestellt? All diese Fragen sollen im „Sportentwicklungsplan Erfurt 2030″ berücksichtigt werden.

Das rund 18-monatige Planungsverfahren ist ein kooperativer Prozess, zu dem sich bereits am 12. Februar geladene Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, beteiligten Fachressorts sowie Sportvereinen und Verbänden zu einer ersten internen Steuerungsgruppensitzung zusammen fanden. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt durch das Institut für kommunale Sportentwicklungsplanung (INSPO) an der ESAB Fachhochschule für Sport und Management Potsdam, welches der Stadt und dem Erfurter Sportbetrieb als Kooperationspartner zur Seite steht.

Mit Hilfe der Erfahrungen des INSPO werden in den kommenden Monaten vielfältige Informationen zu Sportstätten und Sportangeboten gesammelt. So werden alle Sporthallen und Sportplätze in der Landeshauptstadt Erfurt durch Fachplaner des INSPO begutachtet, um Sanierungs- und Modernisierungsbedarfe beziffern zu können. Start der umfangreichen Bestandsanalyse ist der 6. Juli.

Darüber hinaus werden nach den Sommerferien die Bürgerinnen und Bürger postalisch zu ihrem Sport- und Bewegungsverhalten befragt. „Eine zielorientierte und nachhaltige Sportentwicklungsplanung bringt uns nur etwas, wenn wir so viele Akteure wie möglich einbinden: unsere Bürgerinnen und Bürger – egal, ob sie im Verein organisiert sind oder nicht, die Vereine und Sportverbände, andere Fachressorts der Verwaltung und die politischen Gremien der Stadt. Nur wenn wir von Anfang an deren Belange und Bedarfe kennen und in unsere Planungen einbeziehen, können wir eine integrierte Sport- und Stadtentwicklung erreichen“, zeigt sich Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein überzeugt. Und ermuntert schon jetzt alle zur Beteiligung an der Befragung und am Planungsverfahren.

Prof. Dr. Michael Barsuhn leitet das Team des begleitenden Instituts. Auch er betont, dass eine effektive Planung die lokalen Wünsche und Bedürfnisse der Menschen berücksichtigen müsse, schon allein um mögliche Fehlinvestitionen zu vermeiden. „Viele Menschen sind heutzutage sportlich aktiv, ob im Sportverein, beim Joggen oder Radfahren. Deshalb hinterfragen wir ganz konkret unterschiedliche Sport- und Bewegungsformen, Anbieter und tatsächlich genutzte Sporträume.“

Parallel zur Bürgerbefragung werden in Zusammenarbeit mit dem Stadtsportbund Erfurt auch alle Erfurter Sportvereine im Rahmen einer Online-Befragung in den Planungsprozess mit einbezogen. Sie sollen sich zu ihrer aktuellen Situation, zu Perspektiven, Potentialen und möglichen Problemen bei ihrer sportlichen Entwicklung äußern.

Die Ergebnisse aus den empirischen Erhebungen und den Berechnungen aus den Bestandsanalysen bilden die Basis für die anschließende kooperative Planungsphase: Im Rahmen moderierter Workshops und Steuerungsgruppensitzungen werden die wissenschaftlichen Ergebnisse präsentiert und zu Handlungsempfehlungen verdichtet.

Hinweis:
Für Rückfragen steht Ihnen seitens des Erfurter Sportbetriebes Frau Elisa Goetz telefonisch unter 0361 655-3024 oder per E-Mail an: sportbetrieb@erfurt.de gerne zur Verfügung. Bei Fragen an das Forschungsteam des Instituts für kommunale Sportentwicklungsplanung (INSPO) wenden Sie sich bitte an den wissenschaftlichen Leiter Herrn Prof. Dr. Michael Barsuhn unter Büro: +49 (0) 331 / 90 75 71 12 oder per Mail an info@inspo-sportentwicklungsplanung.de