Wedel plant die Zukunft des Sports

Fachausschuss bringt Sportentwicklungsplan auf den Weg / 60 000 Euro bereitgestellt / Externe Gutachter gesucht 

 

Es war ein Anlauf über Jahre, doch jetzt ist er auf den Weg gebracht: Der Sportentwicklungsplan für Wedel. Mit einvernehmlichem Votum haben die Mitglieder des Ausschusses für Bildung, Kultur und Sport während ihrer Sitzung Mittwochabend beschlossen, die Bestandsaufnahme der Ist-Situation und die langfristige Perspektivplanung in Sachen Sport anzugehen. 60 000 Euro wurden dafür in den Haushalt eingestellt, denn den Sportentwicklungsplan sollen externe Gutachter aufstellen. Das Leistungsverzeichnis jedoch kommt aus dem Fachgremium, versicherte Fachbereichsleiter Ralf Waßmann.

Auf Einladung der Verwaltung hatte Professor Michael Barsuhn vom Potsdamer Institut für kommunale Sportentwicklungsplanung Ende August Politik und Vereinen Herausforderungen, Herangehensweise und mögliche sportliche Ergebnisse solch eines Planungsverfahrens erläutert. Empirische Erhebungen und Bedarfsanalysen kommen darin ebenso vor wie die Bewertung von Sportanlagen, eine Einschätzung des Investitionsbedarfs und Handlungsempfehlungen. Die Bedürfnisse der Menschen bezüglich Sport hätten sich verändert, betont Fachdienstleiter Burkhard Springer am Tageblatt-Telefon. Es gehe nicht nur um Sporthallen und Sportstätten, auch freie Sportmöglichkeiten wie Laufen, Walken oder Skaten würden miteinbezogen. Freie Sportangebote auch außerhalb von Vereinen sei ein Thema.

Neben den Interessen der Vereine sollen auch die Bedarfe von Schulen und Kindertagesstätten untersucht werden. Können die Einrichtungen ihren Unterricht wie gewünscht realisieren? Zudem ist eine Befragung der Bevölkerung geplant. In Pinneberg, wo gerade ein Sportentwicklungsplan aufgestellt wurde, sei der Rücklauf sehr gut gewesen, weiß Springer. Auch für das Thema Sportförderung erhofft die Stadt, Anstöße zu bekommen. Zudem mache ein Sportentwicklungsplan für Zuschüsse vom Land Sinn. Der sei oft Voraussetzung, so der Fachdienstleiter.

Dringende Sanierungen dürften trotzdem nicht aufgeschoben, sondern müssten sofort angegangen werden, stellten die Ausschussmitglieder klar. „Was kaputt ist, muss erledigt werden“, fasste Vorsitzender Lothar Barop (SPD) die einhellige Meinung zusammen. Weil fehlende Plätze für Nichtschwimmer ebenfalls Thema im Ausschuss waren, wurde auch die Ertüchtigung der Badebucht mit auf die Wunschliste gesetzt. Es dürfe kein Papier für die Schublade werden, versicherten sich die Kommunalpolitiker.

 

Wedel-Schulauer Tageblatt vom 26.10.2018, Inge Jacobshagen

Quelle/ URL: https://www.shz.de/lokales/wedel-schulauer-tageblatt/wedel-plant-die-zukunft-des-sports-id21452362.html